Eigenkapital ist bei der Baufinanzierung der wichtigste Hebel für günstige Konditionen. Doch wie viel ist nötig, und was zählt überhaupt dazu? Hier finden Sie die Antworten.
Die Faustregel: Kaufnebenkosten plus 20 Prozent
Banken empfehlen, mindestens die Kaufnebenkosten und idealerweise 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Je höher Ihr Anteil, desto geringer das Risiko für den Kreditgeber – und desto niedriger in der Regel Ihr Zins.
Welche Kaufnebenkosten fallen an?
| Kostenart | Üblicher Anteil am Kaufpreis |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 – 6,5 % (je nach Bundesland) |
| Notar und Grundbuch | ca. 1,5 – 2 % |
| Maklerprovision (Käuferanteil) | 0 – 3,57 % |
| Summe | ca. 5 – 12 % |
Bei einer Immobilie für 400.000 € kommen so schnell 30.000 bis 45.000 € zusammen, die meist nicht mitfinanziert werden sollten.
Was zählt als Eigenkapital?
- Guthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten
- Wertpapiere und Fondsanteile
- Bausparguthaben
- ein bereits bezahltes Grundstück
- Eigenleistungen am Bau (in begrenztem Umfang)
- Schenkungen oder Darlehen aus der Familie
Finanzierung mit wenig Eigenkapital
Eine Vollfinanzierung ist möglich, wenn Einkommen und Beschäftigung sehr stabil sind. Sie kostet aber meist einen höheren Zins und erfordert eine höhere Tilgung. Rechnen Sie deshalb genau nach, ob die Rate auch bei steigenden Lebenshaltungskosten tragbar bleibt.
Tipp: Behalten Sie eine Reserve von drei bis sechs Monatsgehältern zurück. Wer jeden Euro in die Immobilie steckt, gerät bei einer kaputten Heizung schnell in Schwierigkeiten.
Fazit
Mit Eigenkapital in Höhe der Nebenkosten plus 20 Prozent sind Sie auf der sicheren Seite. Unsere Finanzierungsexperten prüfen gerne, was in Ihrer Situation möglich ist – mehr zur Baufinanzierung.